Historisches

 Gustav-Adolf-Kirche

Die Dorfkirche Lindenthal ist ein flachgedeckter Rechteckbau mit eingezogenem Westturm von 1720. Das barocke Bauwerk mit dem sehr schmuckvollen Turmabschluß birgt in seinen Mauern Reste eines mittelalterlichen Vorgängerbaus. Der Innenraum wird von einem Kanzelaltar aus der Erbauungszeit sowie von dreiseitigen Emporen geprägt.Die Orgelempore ist besonders kunstvoll ausgeprägt. Auf ihr steht die wertvolle spätbarocke Orgel aus dem Jahre 1792 von Johann Christian Friedrich Flemming. Als ältestes Ausstattungsstück sind der romanische Taufstein und ein lebensgroßes Kruzifix im Altarraum anzusehen.Südlich des alten Dorfangers befindet sich als markantes Ensemble die Gustav-Adolf-Kirche, die Kantorei und die ehemalige Schule, in der sich jetzt ein Jugendklub befindet. Nördlich der Kirche erinnert ein Gedenkstein an die Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 auf Lindenthaler Flur. Insgesamt drei Apelsteine markieren Schauplätze der Schlacht: Nr. 16 am Friedhof, Nr. 18 in der Karl-Mansfeld-Straße und Nr. 46 An der Hufschmiede. Das Denkmal der 53 am südwestlichen Rand des Tannenwalds erinnert an die namentlich bekannten Opfer eines Massakers in den letzten Kriegstagen 1945, bei dem tatsächlich 52 politische Häftlinge unterschiedlicher politischer Richtung durch Gestapo- und SS-Männer per Genickschuss ermordet wurden. Darunter befanden sich Margarete Bothe und Alfred Kästner.




                                                                                                                    Kantorei